Corinna will mehr über meine einzigartige Kombi Gestalt und Stimme wissen. Da sag ich nicht nein!
Unser Gespräch:
Wie Gesangscoaching und Gestalttherapie zusammenklingen
Cori: Britta, Gesangscoaching und Gestalttherapie – das klingt erstmal nach zwei völlig unterschiedlichen Welten. Wie passen die zusammen?
Britta: Das klingt vielleicht erstmal wie Rockmusik auf einer Yoga-Matte, aber eigentlich sind sie ein perfektes Duo! Gesang ist mehr als schöne Töne – er ist Ausdruck von Emotionen, Persönlichkeit und oft auch von Dingen, die wir uns sonst nicht trauen zu sagen. Und genau da kommt die Gestalttherapie ins Spiel: Sie hilft, Blockaden zu lösen und die Verbindung zwischen Stimme, Körper und Seele herzustellen.
Cori: Heißt das, Singen ist Therapie?
Britta: Absolut! Aber nicht im Sinne von „Setz dich hin und sing ein trauriges Lied, dann geht’s dir besser.“ Es geht darum, die Stimme als Werkzeug zu nutzen, um herauszufinden, was in dir los ist. Und manchmal ist das, was rauskommt, nicht nur schön, sondern auch heilsam – ob das ein kraftvoller Ton, ein leises Summen oder ein wütendes „Aaaaah!“ ist.




Cori: Und wie sieht so eine Stunde bei dir aus?
Britta: Das hängt ganz von der Person ab. Vielleicht starten wir mit einer Atemübung, um runterzukommen – oder um die Energie hochzufahren, je nachdem. Dann schauen wir: Was braucht deine Stimme gerade? Manchmal arbeiten wir an einem Song, manchmal sprechen wir über das, was dich beschäftigt, und manchmal landen wir mitten im Raum und machen Gesten, die an ein Musical erinnern.
Cori: Gesten? Klingt spannend!
Britta: (lacht) Ja, manchmal wird’s theatralisch! Die Stimme und der Körper sind ja untrennbar verbunden. Wenn jemand stockt oder sich unsicher fühlt, spiegelt sich das oft in der Körperhaltung. Ein bisschen Bewegung kann da Wunder wirken – und macht nebenbei richtig Spaß.
Cori: Also kann man bei dir auch das Bühnen-Ich stärken?
Britta: Auf jeden Fall! Ob du vor einem Publikum stehen willst oder nur selbstbewusster im Alltag auftreten möchtest – die Stimme spielt da eine riesige Rolle. Wenn wir die innere Kritikerin auf den „leeren Stuhl“ setzen und ihr mal die Meinung sagen, wird’s richtig spannend.
Cori: Apropos Kritikerin – wie gehst du mit Lampenfieber um?
Britta: Lampenfieber ist mein alter Bekannter! Der Trick ist, ihn nicht als Feind zu sehen, sondern als Energiequelle. Wir arbeiten daran, diese Aufregung in Power umzuwandeln. Und ja, manchmal gehört auch dazu, dem Fieber ein kleines Gespräch zu widmen: „Hey, ich sehe dich, aber heute bleibst du schön ruhig!“
Cori: Gibt es eine lustige Anekdote aus deinem Coaching?
Britta: Oh, unzählige! Einmal war da jemand, der im Coaching plötzlich anfing, mit seiner Stimme ein Wutgewitter zu imitieren. Es war laut, wild und total befreiend. Am Ende meinte er: „Ich glaub, meine Nachbarn denken jetzt, ich bin entweder verrückt oder Opernsänger.“


Cori: Das klingt großartig. Was möchtest du Menschen mitgeben, die sich für deine Arbeit interessieren?
Britta: Trau dich, deine Stimme zu entdecken – sie ist so viel mehr als nur Singen oder Reden. Sie ist dein Ausdruck, dein Selbst. Und wenn wir gemeinsam daran arbeiten, wirst du überrascht sein, was da alles in dir steckt. Und ja, es darf dabei gelacht, geweint und richtig laut werden.
Cori: Britta, vielen Dank für das inspirierende und unterhaltsame Gespräch!
Britta: Sehr gerne – und jetzt zusammen: „Aaaaahhh!“ (lacht)