Was kannst Du Dir unter Gestalttherapie vorstellen?

Was kannst Du Dir unter Gestalttherapie vorstellen?


Kürzlich hat Alex mir einige Fragen zur Gestalttherapie gestellt, vielleicht kannst Du Deine Fragen in diesem Gespräch wieder finden:


Alex: Gestalttherapie – das klingt spannend. Was genau kann ich mir darunter vorstellen?

Britta: Gestalttherapie ist eine ganz besondere Art von Therapie. Sie hilft dir, dich selbst besser zu verstehen, oder besser: zu erkennen und spüren,  und dein Leben bewusster und erfüllter zu gestalten. Dabei geht es nicht nur darum, über Vergangenes zu sprechen, sondern vor allem darum, was dich jetzt bewegt – was du fühlst, denkst und brauchst.


Alex: Was bedeutet eigentlich „Gestalt“ in diesem Zusammenhang?

Britta: „Gestalt“ steht für etwas, das Dich bewusst oder auch unterbewusst beschäftigt. In der Gestalttherapie sprechen wir zum Beispiel auch von der Prägnanz-Tendenz: das heißt, eine "offene Gestalt", also ein Thema, das sehr wichtig für Dich ist, kommt immer wieder in den Vordergrund, begegnet Dir möglicherweise in ganz verschiedenen Erscheinungsformen - So lange, bis Du diese Gestalt geschlossen hast, dann tritt sie wieder in den Hintergrund.

In diesem Zusammenhang schauen wir uns den Menschen als Einheit aus Körper, Geist und Seele an.


Alex: Wie unterscheidet sich Gestalttherapie von anderen Therapieformen?

Britta: Der größte Unterschied, oder besser: ein ganz wesentliches Merkmal ist, dass wir uns auf das Hier und Jetzt konzentrieren. Wir fragen: Was passiert gerade in dir? Was spürst du? Und wir arbeiten sehr praktisch und kreativ – mit Übungen, Rollenspielen oder Achtsamkeit. Es ist eine sehr lebendige Art, sich selbst zu begegnen.



Alex: Kannst du ein Beispiel für so eine Übung geben?

Britta: Klar! Eine bekannte Methode ist der „leere Stuhl.“ Stell dir vor, jemand sitzt auf diesem Stuhl – das kann eine Person sein, mit der du ein offenes Thema hast, oder vielleicht ein Teil von dir selbst, wie deine Angst oder deine Wut. Dann sprichst du mit dieser Person oder diesem Anteil. Das klingt vielleicht ungewöhnlich, aber es hilft, Dinge zu klären, die in dir feststecken.


Alex: Welche Themen kann ich mit Gestalttherapie angehen?

Britta: Die Therapie ist unglaublich vielseitig. Sie hilft bei Stress, Konflikten, Beziehungsproblemen oder emotionalen Blockaden. Aber auch, wenn du einfach neugierig auf dich selbst bist und wachsen möchtest, ist Gestalttherapie genau richtig.


Alex: Wie läuft so eine Sitzung ab?

Britta: Ganz entspannt! Wir beginnen meistens mit einem Gespräch, in dem du erzählst, was dich gerade beschäftigt. Von dort aus schauen wir, was für dich passt – ob eine Übung, eine Achtsamkeitsübung oder einfach weiter im Gespräch. Alles richtet sich nach deinen Bedürfnissen.



Alex: Was bringt mir Gestalttherapie?

Brtita: Du kannst alte Muster loslassen, deine Beziehungen verbessern und herausfinden, was dir wirklich wichtig ist. Außerdem lernst du, wie du deine Gefühle annimmst und sie bewusst ausdrückst. Es geht darum, dich selbst besser kennenzulernen und dein Leben so zu gestalten, wie es sich für dich stimmig anfühlt.


Alex: Für wen ist Gestalttherapie geeignet?

Britta: Für jeden, der das Gefühl hat, er möchte etwas verändern oder sich besser verstehen. Egal, ob du in einer Krise steckst oder einfach neugierig bist, was in dir steckt – es ist immer der richtige Moment, um anzufangen.


Alex: Das klingt wirklich spannend. Vielen Dank für das Gespräch!

Britta: Sehr gerne – ich freue mich, wenn ich neugierig machen konnte! 😊